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Überraschender Aufstieg wirft Fragen auf

Die Saison 2015/2016 war für die Herren des BV Gießelhorst/Hüllstede eine Saison mit Höhen und Tiefen. Nach fast schon traditionell schlechtem Start stabilisierte man sich Mitte der Saison und fand sich am Ende sogar im Meisterschaftsrennen wieder. Dies lag allerdings mehr an der großen Ausgeglichenheit der 1.Kreisliga denn an konstant guten Gießelhorster Leistungen. Diese gab es nämlich realistisch betrachtet nicht. Unbestreitbar sind hingegen viele positive Ausreißer nach oben mit überraschend starken Leistungen. Demgegenüber stehen aber einige schlechte Wettkämpfe wie die Niederlage gegen das abgeschlagene Schlusslicht aus Augusthausen. Getragen wurden die Gießelhorster in dieser Saison von einer ersten Holz in Topform und so reichte es am Ende für einen sehr zufriedenstellenden dritten Platz. Positiv lässt sich vor allem die Entwicklung der Nachwuchstalente sehen. Seit der vorherigen Saison wurden diese konsequent in die Herrenmannschaft integriert. Nach schwierigem Beginn konnte man in dieser Saison bei allen einen klaren Entwicklungssprung feststellen und so wurden sie zu einem festen Bestandteil der einzelnen Gruppen.

Einige Wochen nach dem Saisonende kam nun die überraschende Meldung, dass die 1.Kreisliga drei Aufsteiger in die Landesebene stellt. Dies hat zur Folge, dass Gießelhorst als Drittplatzierter ebenfalls auf einem Aufstiegsplatz steht. Die Freude war zunächst groß, so lange lechzte der ein oder andere Werfer schon nach einem solchen Erfolg. Doch in den Folgetagen stellten sich auch einige kritische Fragen. Allen voran ist das Problem zu nennen, dass die Jugendwerfer auf der Landesebene nicht mit ihrer kleineren Boßelkugel werfen dürfen. Die vergangene Saison hat mit aller Deutlichkeit offenbart wie immanent wichtig die Nachwuchswerfer für die Gießelhorster Herrenmannschaft sind. Es dürfen Zweifel erlaubt sein, ob ein Werfen mit den für sie nicht altersgerechten Männerkugeln gegen Gegner auf Landesebene einem fairen Wettkampf entspräche und ob dies ihrer Entwicklung zutrefflich wäre. Darüberhinaus kann man sich fragen, ob man als Dritter einer 7er Liga wirklich den Aufstieg verdient habe. Unabhängig davon ist ein Aufstieg für den Verein ein toller Erfolg und sicherlich jeder möchte die sportlich möglichst anspruchsvollste Herausforderung nehmen. Lange genug bewegt sich Gießelhorst in dieser Liga mit der Sehnsucht einmal oben anzugreifen. Dennoch sollte der beschrittene Weg der Jugendförderung weitergegangen werden und es muss durchaus die Frage diskutiert werden, ob dies bei einem Aufstieg möglich ist. Des Weiteren ist derzeit noch unklar in welcher Besetzung die erste Holzgruppe, die sicherlich den größten Anteil am Aufstieg hat, in der neuen Saison an den Start gehen kann. Der Verein muss sich nun diesen Fragen stellen und sollte versuchen, eine einheitliche Meinung innerhalb der Mannschaft zu finden, ob man hoch gehen will oder ob ein freiwilliger Aufstiegsverzicht denkbar wäre.

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